Presseinformation
der Energiegenossenschfaft Reinhardswald eG

Falschinformationen von Bürgermeister Lange

Der EGR Vorstand stellt Aussagen von Bürgermeister Lange richtig

In der HNA vom 23.01.2021 sind im Interview von Bürgermeister Lange Falschinformationen wiedergegeben.

Geplante Anlagenzahl und Mitbestimmung von Trendelburg

Die von Herrn Bürgermeister Lange angesprochene Anlagenreduzierung von 18 auf 12 Windenergieanlagen ist rechtlich nicht möglich. Durch den mit Hessen Forst abgeschlossenen Pachtvertrag werden klare Vorgaben zur Flächenausnutzung gemacht. Das hier die Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) maßgeblich Einfluss auf die Planungen genommen hat, lässt sich daran ablesen, dass rechnerisch eine höhere Anlagenanzahl möglich gewesen wäre. Insofern hat eine Minimierung der Anlagenzahl, bei gleichzeitiger Ausnutzung der Fläche, stattgefunden. Nach erteilter Genehmigung für die 18 beantragten Anlagen werden zwei weitere Maschinen auf dem Farrenplatz in das Genehmigungsverfahren gebracht. Damit bleibt es bei den immer und seit Beginn an zugesagten 20 Standorten.

Widersprochen werden muss, dass die Stadt Trendelburg bezüglich der Anzahl der geplanten Windenergieanlagen innerhalb der EGR überstimmt wurde. Zu keinem Zeitpunkt hat die Stadt Trendelburg gegen die Planungen gestimmt. Im Gegenteil: Alle diesbezüglichen Beschlüsse wurden einstimmig gefasst, also mit der Zustimmung der Stadt Trendelburg.

Reinhardswald ist keine Ausnahme

Der Reinhardswald ist, ebenso wie auch der Kaufunger Wald und die Söhre, wichtig für die Naherholung, als Lebensraum und den Tourismus – Der Reinhardswald ist keine Ausnahme. Die Windenergieanlagen im Kaufunger Wald und der Söhre haben dem Tourismus und der Naherholung nicht geschadet. Die Menschen wissen, dass wir die Windenergie zwingend benötigen. Der Reinhardswald ist ein bewirtschafteter Forst und ist ebenso zur Erzeugung von Windenergie zu nutzen, wie andere, forstlich geprägte Wälder auch.

Rechtliche Rahmenbedingungen

Mit dem Teilregionalplan Energie Nordhessen sind bereits 2016 klare Rahmenbedingungen für die Energiewende / den Windenergieausbau in der Region geschaffen worden, auch wenn es einige nicht wahrhaben möchten. Dabei wurde der Teilregionalplan in einem demokratischen Willensbildungsprozess aufgestellt und auch rechtskräftig verabschiedet. Die Ausweisung der Flächen im Regionalplan wurde am 07.10.2016 in der Regionalversammlung mit überwältigender Mehrheit, parteiübergreifend, mit 34 Ja-Stimmen bei zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschlossen. Er hat die Aufgabe aufzuzeigen, wo nur Windenergieanlagen errichtet werden dürfen (sogenannte Vorranggebiete, max. 2 % der Landesfläche). Auf allen anderen Flächen ist die Errichtung von Windenergieanlagen nicht möglich.

Zu glauben, dass der Teilregionalplan Energie Nordhessen „gekippt“ wird, gehört in die Welt der Märchen.

Trotzdem muss jeder einzelne Standort einer Windenergieanlage dem Prüfverfahren nach dem Bundesimmissionsrecht standhalten. Hierbei werden alle vorgebrachten Einwendungen ernstgenommen und abgewogen. Dies erfolgt in einem gesetzlich vorgeschriebenen Verfahren. Erst mit einer rechtskräftigen Genehmigung kann gebaut werden.

Aus Sicht der EGR und der planenden Windpark Reinhardswald GmbH und Co KG sind derzeit keine Versagungsgründe für die 18 Anlagen erkennbar, auch nicht bei den vorgebrachten Einwendungen.

Die dauerhaft beanspruchte Fläche macht 0.07% der gesamten Reinhardwaldes aus und liegt größtenteils auf entwaldeten, geschädigten Flächen.

Energiewende so regional wie möglich

Besonders erfreulich ist, dass Trendelburg bereits erfolgreich in der Erzeugung von regenerativen Energien ist. Als Mitglied der EGR hat man sich mit klaren Parlamentsbeschlüssen auf den Weg gemacht, nun die Zukunft der Energieversorgung der Region aktiv mitzugestalten.

Auch wenn schon ca. 80% des Strombedarfs im Landkreis aus regenerativ erzeugtem Strom gedeckt wird, darf das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Energiebedarf insgesamt, also mit Verkehr und Wärme, noch sehr stark von fossilen Energieträgern abhängig ist.

So werden alternative Kraftstoffe (Wasserstoff, synthetischen Kraftstoffe) oder Heizsysteme (Wärmepumpe, Erdwärmenetze) einen deutlich steigenden Strombedarf zur Folge haben. Grüner Wasserstoff wird aus Strom und Wasser im Elektrolyseur erzeugt. Somit kann auch die Windstrom zwischengespeichert werden und die resultierende Energie Klimaneutral an anderer Stelle verbraucht werden. Kurzum: WIR BRAUCHEN WIND UND SOLARSTROM als tragende Säulen der Energiewende.

Gelingt uns möglichst viel Energie regional zu erzeugen, vermeiden wir Verluste, Transportwege und können die regionalen Energieversorger und Energiegenossenschaften optimal mit einbinden.

Die Stadt Trendelburg als Akzeptanzbeschafferin zu bezeichnen ist Sand in die Augen der Menschen: Trendelburg ist nur eine von neun Gründungskommunen.

Zudem kann der Reinhardswald-Windpark nicht der Stadt Trendelburg zugerechnet werden, sondern dem Land Hessen – auch hier stimmt die Aussage von Herrn Bürgermeister Lange nicht.

Da die urbanen Bereiche wie das Oberzentrum Kassel keine ausreichenden Möglichkeiten zur Erzeugung von regenerativen Energien haben, sind es die ländlichen Räume denen hier eine entscheidende Rolle zukommt. D iegilt es auszugestalten. Eine Blockadehaltung ist nicht angebracht und trägt den Zeichen der Zeit in keiner Weise Rechnung.

Großes Unverständnis herrscht auch in Bezug auf den von Herrn Lange getätigten Spendenaufruf. Hier vertritt er als Bürgermeister klar Partikularinteressen der Projektgegner und nicht die Position der Stadt Trendelburg, die er als Bürgermeister zu vertreten hat.

 

INFO Windpark Reinhardswald GmbH und Co KG (WPRW)
Die WPRW ist eine kommunal geprägte Gesellschaft und wird zu 51% von der Energiegenossenschaft Reinhardswald (EGR) gehalten, deren Mitgliedskommunen direkt an den Erträgen beteiligt werden.

Die restlichen 49% Anteil an der WPRW teilen sich die EAM, die Städtische Werke Kassel und die Stadtwerke Eschwege untereinander auf. Damit ist sichergestellt, dass die Region den im Reinhardwald erzeugten Windstrom in den eigenen Netzen, Haushalten und Betriebe im Sinne einer regionalen Energiewende aufnehmen und verbrauchen wird.

Kreisangehörige Kommunen wie Hofgeismar und Reinhardshagen sind über die Beteiligung an der EAM mittelbar auch am Windpark beteiligt, haben jedoch durch Ihren Austritt aus der EGR die Möglichkeiten zur direkten Beteiligung an der EGR aufgegeben.

Windenergie für Nordhessen

Zeitung zur Bürgerinformation der Windpark Reinhardswald GmbH & Co. KG

Zu Ihrer Information zu den Winkraftprojekten in Nordhessen und im Reinhardswald bieten wir Ihnen hier einen Blick in die vorgenannte Zeitung. (Alle Rechte und Pflichten verbleiben beim Herausgeber)

 

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